Quo vadis mobile Banking?
Geschrieben von Alexander Neumayer am 9. Juni 2009 | Kategorisiert unter Branchentrends
Geschrieben von Alexander Neumayer am 9. Juni 2009 | Kategorisiert unter Branchentrends
In den letzten Jahren war ja immer wieder mal die Rede davon. SMS, Wap, etc. aber nie wurde es zu einem Trend bei den Kunden. Nun rätseln Brancheninsider, ob und wann das überhaupt mal ein Massenphänomen werden wird.
Die einen meinen, das wurde nie was und deswegen wird das so schnell auch nichts. Viele Use-Cases gibt es ja nicht (Kontostandsabfrage, Überweisung,…?) und der Kundenutzen bzw. Mehrwert ist noch immer nicht klar (Überweisung an der Bushaltestelle tätigen???). Andere wiederum sehen die Fälle der Banken davon schwimmen und befürchten, dass österreichische und deutsche Banken ins Hintertreffen geraten würden und einen Trend verschlafen. Immerhin wird’s hier auch eine Vorlaufzeit geben.
Im meine, dass wir hier wirklich ein ziemliches Dilema vor uns haben. Ich befürchte, dass die Banken hier nicht innovativ genug sein werden, den wirklichen Mehrwert von “mobile Banking” zu finden. Vielleicht geht’s ja gar nicht um “Banking”, sondern um eine gänzlich neue Definition dessen, was die Kunden brauchen? Möglicherweise wird das, was heute unter “mobile Banking” verstanden wird, ja ein Abfallprodukt eines anderen Dienstes werden? Ich glaube jedenfalls, dass der Durchbruch des “mobile Banking” nicht durch das Banking selbst erfolgen wird, sondern dass es eine wirkliche mobile Killerapplikation braucht, die die mobile Nutzung von Diensten generell salonfähig und massentauglich macht.
Dann sollten mobile Bankdienste aber parat sein. Bleibt aber zu befürchten, dass sich dann vielleicht gänzlich Fremde Diensteanbieter oder Nischenplayer in Stellung gebracht haben und “von Hinten” die traditionellen Banken angreifen. Global Player wie Google haben bestimmt Konzepte in der Schublade, wenn nicht in Entwicklung, um auch in diesen Markt einzusteigen und immerhin bietet Google ja auch einen Zahlungsdienst für Online-Shops an (“Google-Checkout”). Da ist der Weg nicht weit zum Thema “Überweisungen”, wie natürlich auch für andere wie Paypal, die über Millionen User verfügen und dabei möglicherweise auch von der neuen Payment Service Directive der EU profitieren?
Das Match hat hinter den Kulissen bestimmt schon begonnen, denn es würde mich überraschen, wenn dieses attraktive Feld unbeachtet bleiben würde. Es wird jedenfalls spannend!
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